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Presseberichte
Galerie Taverne Kantonsspital Schaffhausen
17. März - 30. Mai 1997

 
  21. März 1997 Schaffhauser Nachrichten
unter dem Titel
"Mit Stickerei vom Leben sprechen"
 
       
  Im Personalrestaurant des Kantonsspitals Schaffhausen fand die Vernissage der Ausstellung gestickter Bilder von Barbara Studer grossen Anklang.
"Der Lebensfaden schlingt sich durch helle und dunkle Abschnitte unseres Lebens", steht unter einem der gestickten Kunstwerke von Barbara Studer, deren Bilder in den nächsten Wochen die Atmosphäre des Personalrestaurants im Kantonsspital prägen werden. Die farbenprächtigen Werke der Schaffhauser Künstlerin erzählen vom Leben und von der Natur, sie zeugen von verschiedenen Lebensphasen der Künstlerin. Gefühle und Gedanken haben mittels Stichen und Formen ihren Ausdruck gefunden. Barbara Studer verwendet für ihre Bilder einen selbstentwickelten Blattstich, der aufgrund seiner speziellen Länge und Richtung den Mustern reliefartige Strukturen verleiht. Schillernde Farben und raffiniert eingesetzte Formen sorgen dafür, dass je nach Betrachtungswinkel immer neue Inhalte in den Darstellungen entdeckt werden können. Sei es das farbige Laub des Herbstes, ein wie Wellen zusammengerafftes Tischtuch, das hochaufgetürmte Kartenhaus oder das Schachbrett mit Eckpfeilern und Wegen: die gestickten Kunstwerke drücken auf differenzierte Weise innere Landschaften aus.
Die Ausstellung im Kantonsspital besteht aus dreizehn Bildern, in denen sich zehn Lebensjahre Barbara Studers spiegeln. In den einen fliessen die Farben harmonisch ineinander, während andere dem Betrachter kontraststark entgegenleuchten.
Barbara Studer ist gelernte Technische Zeichnerin. Nach ihrer Lehrzeit bildete sie sich im kaufmännischen Bereich weiter. Das sticken bedeutet für sie einen wichtigen Ausgleich zur täglichen Arbeit im Büro. Die ausgeprägte Leidenschaft für Handarbeiten entdeckte sie bereits in ihrer Jugend. Der Arbeitsaufwand pro Stickwerk beträgt dreissig bis hundertzwanzig Stunden. "Manchmal geht es lange, bis ich mit einem Bild zufrieden bin. Bevor ich nicht wirklich fühle, dass alles daran stimmt, kann ich nicht aufhören, mich intensiv damit zu befassen", erklärt Barbara Studer ihre Arbeitsweise. Mit ihrer ersten Ausstellung will sie feststellen, wie verschiedenste Menschen auf ihre Bilder reagieren. Bereits die Vernissage zeigte durch die zahlreichen Besucherinnen und Besucher, dass die eindrücklichen Stickereien Bewunderung und grossen Gefallen finden werden.
 
       
  30. März 1997 Heimatblatt im Bezirk Reiat
unter dem Titel
"Kunstvolle Stickwerke"
 
       
  Im Personalrestaurant des Kantonsspitals Schaffhausen wurde in den vergangenen Jahren bereits über 150 Künstlerinnen und Künstlern Gelegenheit geboten, einer breiteren Oeffentlichkeit Kostproben ihres künstlerischen Schaffens vorzuführen.
Erneut ist dem für die Ausstellungen verantwortlichen Personalchef, Ruedi Gusset, ein guter Wurf gelungen, indem er Barbara Studer aus Schaffhausen verpflichten konnte. Ursprünglich als technische Zeichnerin ausgebildet, mit späterer Zusatzlehre im kaufmännischen Bereich und heute im Bankfach tätig, kommen sowohl ihre zeichnerische Begabung als auch ihre Gefühle in den selbstentwickelten Formen und Gebilden klar zum Ausdruck. Leuchtende Farben und gekonnt eingesetzte Strukturen deuten auf immer neue Herausforderungen von Barbara Studer hin. Die präzise Arbeit anhand von Flach- oder selbsternannten Blattstichen gibt den Bildern je nach Phantasie des Betrachters immer wieder neue Inhalte. Das Werk "Licht und Schatten", Freud und Leid darstellend, symbolisieren einen Aufbruch oder die farbigen Herbstbilder, Vergänglichkeit ausdrückend, sind meisterhaft herausgehoben.
Das Sticken macht der Künstlerin seit ihrer Jugend viel Spass und gilt als wichtiger Ausgleich zu ihrer täglichen Büroarbeit. Je nach Grösse und Schwierigkeitsgrad des gewählten Sujets wendet Barbara Studer für ein Stickbild bis zu hundert Stunden auf. Das rege Interesse und die Bewunderung der prachtvollen Arbeiten durch die zahlreichen Vernissagebesucher wirkte sich für die Künstlerin stimulieren aus. Die mit viel Einfühlungsvermögen und Sachkenntnis farblich gut abgestimmten Einrahmungen der Stickbilder besorgte die Kunsthandlung Busch an der Karstgasse in Schaffhausen.
 
       
       
       

 

 
 

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27.05.2008 15:28